Wachstumsmanagement aus Sicht der Logistik

28. Februar 2020

Der Solarenergiemarkt war schon immer ein Markt mit schwer vorhersehbaren Schwankungen. Dennoch haben die Investitionen in den letzten Jahren zugenommen, was dazu geführt hat, dass weltweit immer mehr Solarstrom installiert wird. Für einen Hersteller von PV-Systemen ergeben sich daraus neue Herausforderungen.

In Rangsdorf, Deutschland, findet die gesamte Fertigung der Produkte von Mounting Systems statt. Um mit unserer Liefertreue Schritt zu halten, setzen wir eine neu entwickelte Logistikstrategie um. Dieses Projekt beinhaltet eine Neuausrichtung der Logistik, bei dem das Lager erweitert und die Logistikprozesse angepasst werden.

 

Lean Thinking

Kerngeschäft von Mounting Systems ist die Herstellung und der Vertrieb von Montagesystemen für Photovoltaikanlagen. Durch stetige Weiterentwicklung von Produkten sowie den wachsenden Absatzmarkt gewinnen wir neue Kunden. Um diesen Zuwachs auch in Zukunft zu bewerkstelligen werden kontinuierlich Verbesserungen durchgeführt. Diese können aus Projekten entstehen, aber auch aus der Anwendung von „Lean und Kaizen“.

Durch die Einführung von neu entwickelten Produkten müssen auch die Lagerkapazitäten wachsen. Damit die neu geschaffenen Lagerflächen genau so effizient genutzt werden wie die bereits vorhandenen, müssen die Prozesse angepasst werden. Dazu kann Mounting Systems als Mitglied der NWI-Group (Nordwest Industrie Gruppe) auf das Wissen von Inhouse Consultants zugreifen. Diese unterstützen den Projektablauf mit Fachwissen und Erfahrung. Des Weiteren wird internes Wissen in Form von Projektmanagern und Fachkräften genutzt. Dadurch, dass die Kollegen der NWI nicht nur bei Mounting Systems eingesetzt werden, vermeiden sie Betriebsblindheit und bringen Einflüsse aus anderen Unternehmen der NWI-Group mit.

Um einen einheitlichen Wissensstand zu schaffen wurden im „Logistikprojekt 2020“ statistische Analysen durchgeführt sowie vorhandene Prozesse kritisch hinterfragt. Dabei wurden in jedem Schritt nicht nur die Mitglieder des Kernteams einbezogen, sondern auch Kollegen aus dem Logistikbereich. Die Kollegen haben Verbesserungspotentiale aufgezeigt, welche im Rahmen des Projektes umgesetzt wurden.

 

Verbesserter Materialfluss

Nach Analyse und Beurteilungen der gesammelten Ergebnisse müssen Konzepte zur Neugestaltung erstellt werden. Dazu werden neben Prozessen auch die physische Aufteilung des Lagers neu durchdacht. Es werden Flächen neu organisiert und die Prozesse darauf ausgelegt. Für das Materialhandling im neu gestalteten Logistikbereich ist die Materialflussanalyse ausschlaggebend.

Layoutoptionen, die in Betracht gezogen werden, sind die „Grüne-Wiese“ sowie die Erweiterung bestehender Strukturen. Das Konzept der „grünen Wiese“ beschreibt eine Planung auf unberührtem Boden, d.h. ohne Restriktionen, welche durch vorhandene Bauten oder bereits eingesetzte Technik erfolgt. Es muss sich weiterhin an geltende rechtliche Grundlagen gehalten werden. Im Gegensatz dazu steht die Erweiterung von vorhandenen Strukturen. Es werden in der Regel bauliche Gegebenheiten berücksichtigt. Außerdem wird sich an bereits vorhandene Technik angepasst.

Eine weitere Möglichkeit ist es das Produkt, in diesem Fall das Layout des Lagers, am Prozess auszurichten. Dabei wird zuerst ein Prozess definiert, hier das innerbetriebliche Materialhandling sowie Warenein- und Warenausgang, um dann das Layout zu planen.

 

Fazit

So wie in allen Abteilungen eines Unternehmens sind auch Bereiche, die der Prozesstechniker untersucht nicht statisch. Es geht darum immer wieder Prozesse zu hinterfragen, analysieren, Verbesserungspotenziale zu finden und diese anzuwenden. Dabei müssen auch Prozesse neu entwickelt werden, um alte Prozesse abzulösen.

Möglichkeiten eine Lösung für ein Projekt zu finden gibt es viele. Prozesstechniker können sich aus einer Reihe von statistischen Analysen und empirischen Methoden bedienen. Wichtig dabei ist die ausgewählten Methoden auf das konkrete Projekt anzupassen.

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