Newcomer | Spannende Start-ups in der Solarbranche

9. August 2019

Im Geschäftsfeld Photovoltaik sind in den letzten zwei Jahrzehnten durch Konsolidierungsprozesse und einen harten Preiskampf nur wenige Player übrig geblieben. Das wird allerdings mit Sicherheit nicht so bleiben. Ob nun technische Innovationen oder neue Finanzierungsmodelle, Start-ups bringen frischen Wind in die Solarbranche. Mit ihren Ideen helfen sie, die erneuerbaren weltweit voranzubringen. Lesen Sie mehr über die spannendsten Start-ups der letzten Monate.

Die Trends und Start-ups im Überblick

Die angestrebte Energiewende erfordert ein Umdenken in vielen Bereichen. Unkonventionelle Ideen von Start-ups können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Schaut man sich die Entwicklungen der letzten Zeit an, wird schnell klar, dass die neuen Unternehmen sehr unterschiedliche Bereiche rund um Photovoltaik abgedeckt werden. Einige Start-ups suchen beispielsweise nach neuen Lösungen für das Projektmanagement und die Finanzierung von PV-Anlagen insbesondere in Entwicklungsländern. Andere wiederum suchen intensiv nach technischen Lösungen zur Effizienzsteigerung, neue Materialien für Solarzellen oder rund um das neue Thema künstliche Intelligenz. Weltweit findet sich eine fast unüberschaubare Vielzahl an Start-ups, die mit ihren neuen Ideen einen Beitrag zur globalen Energiewende leisten wollen. Hier stellen wir Ihnen exemplarisch vier Unternehmen vor, die ganz unterschiedliche Ziele verfolgen:

PV-Start up Nummer 1: Ecoligo

Diese Crowdinvesting-Plattform aus Frankfurt am Main hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Entwicklung erneuerbarer Energien in Schwellen- und Entwicklungsländern voranzutreiben. Hierfür wurde das Start-up in 2019 auf der Intersolar in München mit dem Georg Salvamoser Preis ausgezeichnet. Das Unternehmen ist aktuell aktiv in Chile, Costa Rica, Ghana, Kenia und auf den Philippinen. Mit seinen Solar-as-a-Service-Lösung unterstützt Ecoligo Unternehmen bei der Realisierung ihrer Projekte, in dem sie vollständige digitalen Plattform für die Finanzierung und Lieferung von Solarprojekten bereitstellt.

Start up Nummer 2: BRC Solar

Betreiber von PV-Anlagen kämpfen oft mit dem Problem der Verschattung von Modulen. Dies führt in der Regel zu einem Leistungsabfall und einer geringeren Energieausbeute in der ganzen Anlage, da die Module zumeist in Reihe geschaltet sind. BRC Solar aus Karlsruhe entwickelt kundenspezifische Lösungen zur Leistungsoptimierung der gesamten Anlage. Die kostengünstigen Steuergeräte können als Add-on nachgerüstet oder in das Modul integriert werden.

Start up Nummer 3: Epishine

Das schwedische Start-up forscht, entwickelt und vermarktet einen ganz neuen Typ von Solarzellen. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Modellen sind diese semitransparent, sehr leicht und zu 100 Prozent organisch. Mit dieser Idee gehörten Epishine auf dem “Start UP Energy Transition Tech Festival” im April 2019 in Berlin nicht umsonst zu den Finalisten des SET Award. Eingesetzt werden können die organischen Solarzellen vor allen Dingen im Innenraum, um den Bedarf an Batterien zu senken. In der Zukunft ist auch ein Einsatz der sogenannten OPV (Organic Photovoltaik) in der Freifläche geplant.

Start up Nummer 4: Raycatch

Dieses Start-up aus Israel entwickelt mittels künstlicher Intelligenz (KI) Softwarelösungen, um mögliche Störungen im Betrieb von PV-Anlagen vorherzusagen. Durch die Erhebung von umfangreichen Betriebsdaten steigert die selbstlernende Software von Raycatch die Effizienz, Erhöhen den Energieertrag und erleichtern die Wartung.

Fazit

Der Photovoltaik-Markt ist im Umbruch. Die Konsolidierung auf der einen Seite, macht also Platz für neue Unternehmensgründungen auf der anderen. Die kleinen beweglichen und oft äußerst kreativen Firmen setzen ihre Innovationen rund um Photovoltaik um – und werden dabei zum Teil von den etablierten Firmen unterstützt. Es macht Sinn, über den Tellerrand des eigenen Geschäftsfeldes zu gucken. Denn wir werden künftig sicher noch viele Überraschungen erleben. Nicht zuletzt durch den Megatrend KI.

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