Aluminium; Vor- und Nachteile und warum Recycling so wichtig ist

13. Mai 2020

Aluminium ist durch seine Buntmetalleigenschaften, seines niedrigen elektrischen Widerstands und seines Verhältnisses von Festigkeit zu Gewicht, eines der vielseitigsten Metalle überhaupt. Aufgrund dieser Eigenschaften, verwendet Mounting Systems für die Herstellung der Montagesysteme hauptsächlich Aluminium.

Durch Recycling 95% Energieeinsparung

An Aluminium mangelt es in dieser Welt nicht, da 8 % der Erdoberfläche Aluminium enthält, was es zu einem der am meisten verfügbaren Rohstoffe (nach Silizium und Sauerstoff) macht. Die Kehrseite der Medaille ist, dass in diesen 8% fast das gesamte Aluminium in einer Mischung aus 270 verschiedenen Mineralien zu finden ist. Die Gewinnung von Aluminium ist daher sehr ressourcenintensiv. Zur Herstellung von Reinaluminium werden enorme Energiemengen benötigt. Im Jahr 2010 wurden schätzungsweise 3% der weltweiten Elektrizität für die Herstellung von Aluminium verwendet.

Glücklicherweise wurde im Bereich des Recyclings von Aluminium sehr viel geforscht. Bis zu 95% der Energie, die für die Herstellung von Primäraluminium benötigt wird, kann durch Recycling eingespart werden, so das Frauenhofer institute.

Rohstoffbedarf steigt rapide

Die Produktion von Solarenergie erfordert viele Rohstoffe, und viele davon werden (aufgrund der steigenden Nachfrage nach PV-Modulen) zu einer Verknappung bei einigen Materialien wie Germanium, Tellur, Gallium, Indium, Selen, Silizium und Glas führen. Aber nicht nur die verwendeten Materialien für die Herstellung von Photovoltaik werden einen Anstieg in der Nachfrage erfahren. Auch bei strukturellen Komponenten wird die Nachfrage im Jahr 2030 um das 8-fache ansteigen im Vergleich zum Bedarf im Jahre 2018. Bis zum Jahr 2050 wird sogar ein Anstieg um das 30-fache erwartet.

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 eine 100%ige Zirkularität von Aluminium zu erreichen

Um der Herausforderung der steigenden Rohstoffnachfrage zu begegnen, hat sich die Aluminiumindustrie ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, nämlich innerhalb der nächsten 10 Jahre zu 100% zirkulär zu werden. Aluminium, welches das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, wird so seinen Weg zurück in die Lieferkette finden, um einer anderen Verwendung zugeführt zu werden. Wenn dieses Ziel erreicht ist, wird auch weniger importiertes Aluminium in Europa verkauft, da 50% des gesamten Aluminiumbedarfs dann durch Post-Consumer-Recycling geliefert werden kann. Heutzutage werden ungefähr zwischen 75% und 90% des Aluminiums recycelt.

Eine 100%ige Kreislaufwirtschaft würde für Mounting Systems einen um 46% reduzierten Kohlenstoff-Fußabdruck bei der Herstellung der Produkte bedeuten.

Wie trägt Mounting Systems zu einer sauberen Solarindustrie bei?

In Rangsdorf, südlich von Berlin, findet die Entwicklung und Produktion von PV-Montagesystemen statt. Geliefert werden 6 m lange Aluminiumstangen, die gestanzt und zugeschnitten werden, um Dachhaken, Modulklemmen und Schienen herzustellen. Aluminium, welches nicht in der Endkommissionierung landet, wird eingeschmolzen, um wiederverwendet zu werden. Außerdem bestehen die meisten Produkte von Mounting Systems aus reinem Aluminium, das z. B. nicht mit Kunststoff vermischt wird, damit das Material vollständig wiederverwertbar bleibt, ohne dass es zu einer Degradierung des Materials kommt.

Mounting Systems arbeitet auch auf die Reduzierung des CO2-Fußabdruck in der Produktion hin. Die Anlagen sind mit LED-Leuchten und Photovoltaik auf dem Dach ausgestattet. Mit einer Spülmaschine für die Materialien werden Aluminiumspäne entfernt und die daraus entstandene überschüssige Energie der Maschine wird zum Aufheizen des Wassers im Gebäude genutzt. Und nicht zu vergessen, werden fast alle Verpackungen wieder in den Recyclingkreislauf zurückgeführt.
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