Lean Management bei Mounting Systems | Über uns

14. November 2019

„Feedback geben und annehmen: Als Chance sehen, aufgreifen und nutzen“ führt unser Partner, die Nordwest Industrie Gruppe an vierter Stelle ihrer zehn Werte auf.  Doch wie gelingt genau dieses Feedback geben am besten? Und wie motiviert man seine Mitarbeiter dazu, selbstständig Prozessverlangsamungen zu sehen und diese an das Management weiterzuleiten?

Die Antwort darauf liefert das Lean & Kaizen Verfahren, welches bei der NWI besonders hervorgehoben wird und in vielen Bereichen immer mehr Verwendung findet. Ein Verfahren, welches zum Ziel hat, mithilfe von bestimmten Methoden, Denkmustern und Systemen eine effiziente Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette zu manifestieren.

Vor einigen Jahren bei Mounting Systems angefangen, setzen wir in den letzten Jahren immer mehr Prozesse nach der Lean & Kaizen Methode um. Genau diese Schritte, die uns immer weiter in die Richtung des Lean Managements bringen, wollen wir in dem folgenden Text beleuchten.

Die Einführung der Lean-Strukturen

Das richtige, sinnvolle Umsetzen von Lean und Kaizen Themen, ist eine Entwicklung, die Mounting Systems Schritt für Schritt vorangehen musste. Vor allem am Anfang der Strukturwandlung war ein Umdenken gefragt, welches nicht immer auf positive Kritiken gestoßen ist. Die Änderung und das Einführen neuer Strukturen ist immer auch mit einem Umwurf der Alten verbunden.

Dennoch liegen die betriebsklima fördernden Maßnahmen auf der Hand:

Die Verantwortung des Einzelnen wird innerhalb von Lean-Strukturen hervorgehoben, die Kommunikation und die Teamarbeit wird in den Vordergrund gestellt und jeder Einzelne entwickelt langsam ein Bewusstsein dafür, selbständig prozessverlangsamende Störungen anzuzeigen. Die Mitarbeiter sollen sich schließlich an die neue Arbeitsorganisation gewöhnen und merken, dass sie mit ihren Anregungen ernst genommen werden. Eine Vernetzung von Management und Mitarbeitern erfolgt auf Augenhöhe.

Weil diese Lean-Förderung im bestmöglichen Fall das komplette Unternehmen durchläuft, ist es zudem wichtig die Produktion nicht außen vor zu lassen, sondern besonders mit einzubeziehen. Die räumliche Trennung, die Produktion und Büro auseinanderhalten, schafft dabei längere Kommunikationswege, die aufgelöst werden sollten.

Genau deswegen haben wir von Mounting Systems vor kurzem einen Shopfloor Point installiert, an dem die Produktionsmitarbeiter täglich für Besprechungen zusammentreffen und ihre Prozesse visualisieren können. Direkt am Ort des Geschehens. Direkt in der Produktion. Um dies zu gewährleisten, haben wir den Point schalldicht realisiert. Während draußen in der Produktion eine hohe Lautstärke herrscht, konnten wir innerhalb des Points so eine hinzunehmende Lautstärke schaffen. Dies sorgt für eine angenehme Atmosphäre bei den täglichen Meetings und fördert den gemeinsamen Austausch. Als Anlaufpunkt für Mitarbeiter und Management wird die Umsetzung von Lean in unserer Produktion auf diesem Wege um einiges erleichtert.

Weiterhin haben wir das Erstellen von Lean-Teams für den Logistik- und Office-Bereich angeregt und diese dementsprechend geschult. Zwei unserer Mitarbeiter erhielten zusätzlich eine mehrtätige Ausbildung zum Thema Lean & Kaizen und unterstützen uns nun mit ihrem neu gewonnenen Wissen bei der Umsetzung. In wöchentlichen Meetings sprechen sich die Teams über ihre kommenden Schritte ab und erarbeiten gemeinsam Konzepte.

Eine weitere konkrete Maßnahme, die bei Mounting Systems stattgefunden hat, ist der Austausch der Rollen der sogenannten „Hunde“. Durch Beobachtung und Absprache wurde festgestellt, dass die vorherigen Rollen abgenutzt waren und einen hohen Widerstand aufwiesen. So mussten die Hunde teilweise mit zwei oder drei Mitarbeitern bewegt werden. Die Einführung von neuen Rollen, die pro Stück eine Tragkraft von 900kg aufweisen, lange haltbar und ergonomisch besser angepasst sind, lässt nun die Bewegung der Hunde von nur einem Mitarbeiter zu. Kleinigkeiten, die den gesamten Arbeitsfluss erleichtern.

Außerdem wurde vor einigen Monaten unser Kompassraum wiederbelebt und damit die Absprache der einzelnen Teams gefördert. Kommende Ziele, geplante Handlungen und eine Visualisierung, welche Prozesse gut gelaufen sind und welche nicht, können so zentral an einem Ort gebündelt werden. Besteht Interesse, kann sich einer unserer Mitarbeiter auch über die Prozesse der anderen Teams erkundigen und erhält so einen Überblick über die Richtung, die Mounting Systems in Zukunft einschlagen wird. Da jeder Mitarbeiter seine Aufgaben selbstständig oder in Absprache mit seinem Team einträgt, trägt unser Kompass-Raum außerdem zur Förderung der selbstständigen Arbeit des Einzelnen bei. Es entsteht eine gemeinsame Verantwortung und gemeinsame Führung.

Innerhalb unserer Produktion und Logistik konnten wir uns in den letzten Monaten auf standardisierte Kennzahlen einigen, die in Zukunft auch auf Flachbildschirmen im Warenausgang und im Shopfloor Point angezeigt werden. Jeder Mitarbeiter hat so beispielsweise die Möglichkeit zu sehen, wie viel Kilogramm per Stunde produziert wurden. Neben dieser Strukturierung hat auch in unserem Office-Bereich eine Prüfung des einzelnen Arbeitsplatzes stattgefunden. Mit Fragen, wie: „Ist genug Stauraum am Arbeitsplatz vorhanden?“ und „Ist es dem Mitarbeiter gegeben bestmöglich an seinem Platz zu arbeiten?“ haben wir uns in unserem Office umgesehen und entsprechend gehandelt, um eine positive Antwort auf beide Fragen zu fördern.

Fazit

Durch Änderungen in der Produktion und in der Absprache zwischen Management und Mitarbeitern entsteht eine verbesserte Dynamik bei Mounting Systems, die in kommenden Jahren noch weiter ausgebaut wird und damit zu einem idealisierten Betriebsablauf beiträgt. Die positiven Eigenschaften von Lean & Kaizen sind bereits jetzt spürbar und verbessern die Arbeit unserer Mitarbeiter täglich. Mounting Systems hat diese Neuerungen, die im Namen des Lean Managements eingeführt worden sind, nicht bereut und möchte sich hinsichtlich dessen auch in Zukunft stetig verbessern und keinerlei Stillstand hinnehmen.

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